Trekking im Elbsandsteingebirge
von Kai Sackmann (Sacki)

Das Elbsandsteingebirge bezeichnet ein etwa 700 km² großes Mittelgebirge das teilweise auf deutschem und teilweise auf tschechischem Gebiet liegt. Darin liegt der Nationalpark Sächsische Schweiz, ein 360 km² großes Schutzgebiet mit malerischen Tafelbergen und wunderschönen Schluchten - ein Wandergebiet mit einem Wegenetz von etwa 1.200 km Länge.

In meinen drei Videos mache ich eine Trekking-Tour durch das Elbsandsteingebirge. Meine Tour beginnt im Kurort Gohrisch, von wo aus ich erst einmal in westliche Richtung aufbreche. Dies ist zwar relativ ungewöhnlich für einen Besucher dieser Gegend, denn damit entferne ich mich zuerst einmal vom beliebten Wandergebiet des Nationalparks. Ich möchte meinen Trip jedoch im Nebenort
Pfaffendorf beginnen und dort den bekannten Pfaffenstein erkunden. Trittsicheren Wanderern empfehle ausdrücklich den Aufstieg über das Nadelöhr. Er ist zwar anstrengender, jedoch unglaublich schön und so muss ich unzählige Stufen hinter mich bringen, um meinen ersten Tafelberg des Elbsandsteingebirges zu erklimmen. Hier folge ich dem Hauptpfad von Nord nach Süd, an dem man auch immer wieder auf wundervolle Aussichtspunkte trifft. An einem Abzweig folge ich dem Pfad nach rechts in Richtung Opferkessel, eine kesselförmige Vertiefung im Fels. Hier erkunde ich auch noch einige unscheinbare Pfade und entdecke wunderbare, versteckte Bereiche. Zurück auf dem Hauptweg, geht es wieder in Richtung Süden zum Gasthaus auf dem Pfaffenstein. Gegenüber des Gasthauses liegt ein kleine, versteckte Ruine im Wald, die sehr märchenhaft aussieht. Etwas südlich vom Gasthaus, unterhalb des Aussichtsturms, liegt der Zugang in Richtung Barbarine. Sie gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen des Elbsandsteingebirges und sollte nicht versäumt werden.

Der Abstieg vom Pfaffenstein führt mich dann noch zum
Klammweg, den man sich ebenfalls unbedingt anschauen sollte. Ein wunderschön angelegter Treppen-Pfad durch eine enge Klamm mit sehr hohen Wänden. Mein nächstes Ziel ist der Gohrisch-Stein, welcher nur wenige Kilometer östlich vom Pfaffenstein liegt. Kurz nach Beginn des Aufstiegs hat man die Wahl zwischen dem normalen Aufstieg und dem schwierigen Aufstieg durch die Falkenschlucht. Auch hier empfehle ich wieder den schwierigeren Weg, denn er ist eindrucksvoll realisiert. Das sollte man gesehen und erlebt haben. Oben angekommen belohnt mich ein schöner Ausblick an der Wetterfahne. Von West nach Ost geht es nun über den Gohrisch-Stein, vorbei an der Schwedenhöhle und einer kleinen Schutzhütte wähle ich den östlichen Abstieg und wende mich nun nach Nord-Ost, um Bad Schandau noch vor dem Abend zu erreichen. Hier überquere ich die Elbe, laufe entlang des Ufers nach Osten und suche mir einen Lagerplatz an der Grenze zum Nationalpark, den ich erst am nächsten Morgen betreten möchte.

Nach einer regnerischen Nacht geht es nun in den Nationalpark Sächsische Schweiz. Ich folge dem Pfad nach Osten und treffe als erstes auf den mächtigen
Schrammsteine. Über den Nassen Grund laufe ich bis ins Kirnitzschtal, da ich mir hier die besten Chancen auf neues Trinkwasser ausrechne. Ich folge dem Tal nach Osten bis zum Beuthenfall, wo ich endlich neues Wasser fassen kann. Dann geht es weiter zum Lichtenhainer Wasserfall. Kurz dahinter führt eine alte Steinbrücke über die Kirnitzsch. Hier beginnt der Aufstieg zum Kuhstall, einer mächtiges Felsentor im Elbsandstein. Nach einer kurzen Rast am Aussichtspunkt sollte man sich hier auf keinen Fall die Himmelsleiter entgehen lassen. Der Zugang führt vom Aussichtspunkt am Felsentor nach links, durch einen schmalen Felsentunnel. Die eigentliche Himmelsleiter folgt nach wenigen Metern. Sie zeigt sich als imposante, schmale Metalltreppe von enormer Höhe, die durch einen engen Felsspalt nach oben zu einer Panoramaaussicht führt. Auf der anderen Seite geht es über Treppen wieder nach unten. Bevor man sich jedoch wieder nach rechts in Richtung „Gasthaus am Kuhstall“ und damit zurück zum Felsentor wendet, sollte man noch dem Pfad nach links folgen. Er führt zu einer schönen Aussicht auf die Affensteine, sowie zum Schneiderloch und zur „Krummen Emma“.

Von hier aus mache ich mich wieder auf den Rückweg zum Beuthenfall im Kirnitzschtal, wo ich in die alte
Kirnitzschtalbahn steige und mit ihr zurück nach Bad Schandau fahre. Ihre Endhaltestelle ist der Kurpark von Bad Schandau. Hier überquere ich zum zweiten Mal die Brücke über die Elbe und halte mich südwestlich, um zurück zum Kurort Gohrisch (meinem Ausgangspunkt) zu kommen.


Liebe Grüße
Sacki


Koordinaten: (Die Links führen zu GoogleMaps!)
- Aufstieg Pfaffenstein: 50.903065, 14.079729 (Video Teil 1 - 04:42 min)
- Barbarine:
50.896606, 14.081869 (Video Teil 2 - 00:31 min)
- Gohrisch-Stein:
50.900494, 14.110668 (Video Teil 2 - 07:15 min)
- Bad Schandau:
50.922070, 14.135850 (im Video nicht gezeigt!)
- Zugang Nationalpark:
50.911960, 14.186089 (Video Teil 3 - 00:49 min)
- Schrammsteine:
50.912110, 14.199781 (Video Teil 3 - 04:21 min)
- Kirnitzschtal:
50.925469, 14.219918 (Video Teil 3 - 07:46 min)
- Beuthenfall:
50.926746, 14.237256 (Video Teil 3 - 08:12 min)
- Lichtenhainer Wasserfall:
50.929369, 14.242709 (Video Teil 3 - 09:01 min)
- Kuhstall:
50.926072, 14.256529 (Video Teil 3 - 10:34 min)

KML-Datei: Wanderweg durch das Elbsandsteingebirge
- Elbsandstein-Tour (Download-Datei einfach mit GoogleEarth oder Garmin BaseCamp öffnen!)

Eine dreiteilige Trekking-Tour durchs Elbsandsteingebirge mit Übernachtung.

Viel Spaß!